Archive for September, 2005

Spätzle schaben – Teil 2

Thursday, September 29th, 2005

Nachdem wir ja schon trainiert hatten, wollten wir das hart erworbene schwäbische Grundwissen auch an andere weitergeben. So kam es, dass wir zu acht in der Küche standen und versucht haben Spätzle zu schaben. Und von grazilen winzigen Teigklumpen bis hin zu brotähnlichen Gebilden kam alles heraus. Aber Hauptsache es schmeckt!!!

Inzwischen gibt es schon weitere Anfragen zur Herstellung und zum Verzehr von Spätzle.

Ausflug zum Muriwai-Beach

Saturday, September 24th, 2005

Am Samstag ging es ab zum Picknick am Strand. Nachdem Birgit und Anne Nudelsalat, Obstsalat und Fleischklöpse für eine ganze Armee vorbereitet hatten und Thorsten und ich eine halbe Stunde beim deutschen Bäcker angestanden sind, um frische Brezeln, Berliner und Schwarzbrot zu ergattern (Ich habe noch nie solche Menschenmassen in und vor einer Bäckerei gesehen.), wurde das Auto mit 8 Leuten bis zum Rand vollgepackt. Nach ca. 40 Minuten hatten wir das Ziel Muriwai-Beach erreicht.

Und da der Strand für Allrad-betriebene Autos frei gegeben ist, musste unser Auto dann dran glauben und wurde auf den Strand gefahren. Auf dem Rückweg gab es dann jedoch leichte Problem mit dem Antrieb (böse Zungen behaupten ich hätte das mit dem Allradantrieb immer noch nicht kapiert), so dass wir einen Kiwi mit einer Brezel bestechen mussten, um uns mit seinem Jeep wieder vom Strand zu ziehen.

Anschließend machten wir uns dann in den Dünen über die Speisen her. Beim Strandspaziergang danach konnten wir komische Kiwis beim Löcher buddeln beobachten und ein paar Wellen brechen zuschauen. Da es zu windig und kühl war wurde aus dem Wassergang nichts mehr. Abends gab es die Reste der Speisen bevor es weiter auf ein Fest ging.

Fotos vom Abschleppmanöver werden natürlich nachgereicht ;-)

Update: Hier kommt das versprochene Foto

Spätzle schaben

Thursday, September 22nd, 2005

Um die gutbürgerliche schwäbische Küche nicht zu vergessen haben wir beschlossen mal wieder was neues/altes auszuprobieren. Also neuseeländisches Mehl, Wasser, Salz und etwas Kiwi-Eier dazu und schon hat man die Grundlage für echte schwäbische Spätzle. Noch etwas geschabt und gekocht und die Spätzle sind sogar geniessbar ;-) Da es so gut geklappt hat werden wir das Ganze am Donnerstag erweitern – Dann wird mit 9 Leuten geschabt.

Letze Woche und letztes Wochenende

Monday, September 19th, 2005

So, nachdem wir euch letzte Woche mit neuen Einträge verwöhnt haben, gibt es diese Woche nur einen kurzen Bericht. Letzte Woche waren wir also wieder an der Uni und haben fleißig gearbeitet. Ich habe am Donnerstag und heute einen Test geschrieben (einer ist gut und einer ist schlecht gelaufen) und mußte noch 2 Assignments abgeben. Daniel hatte etwas weniger zu tun, war aber auch beschäftigt. Am Wochenende war bei mir neben Lernen nicht so viel los. Wir haben lecker gekocht und sind abends mit diversen Leuten im Wohnheim zusammengesessen. Daniel war am Samstag mit ein paar Leuten am Strand in Piha. Leider hat die Regenpause nicht gereicht um wieder trocken ans Auto zu kommen. Sprich sie wurden pitsch naß.
Ja und dann möchte ich mich (natürlich auch im Namen von Daniel) mal bei allen bedanken, die uns fleißig Emails schreiben, über diverse Ereignisse in Deutschland berichten und uns für unsere Geschichten und die Fotos loben. Wir hoffen natürlich auch, dass wir neben der Uni weiterhin so fleißig Berichte schreiben können und euch dadurch einen Eindruck vom Leben hier vermitteln können.
Und wenn ich gerade bei Emails bin – letzte Woche hat mich folgende Email von Wolfgang aus Friedrichshafen erreicht:

Hallo Birgit,

Neues aus der Müllerstraße:

“… Montag, den 11.09.2005 ereignete sich ein Bomenanschlag auf die doubleSlash Net-Business GmbH, Friedrichshafen.
Der Vorfall ereignete sich am frühen Nachmittag und riß die Angestellten unvermittelt aus ihrer Arbeit.
Wärend die Hintergründe des Anschlags weiterhin im dunkeln liegen, gibt es erste Ermittlungsergebnisse über die Hintermänner. Aus gut informierten Kreisen wurde bekannt, dass eine ehemalige Angestellte Birgit K. aus RT der Tat verdächtigt wird, die sich -Spuren aus dem Internet zu Folge- nach Neuseeland abgesetzt hat. Augenzeugen haben sie trotz ihrer Tarnung als Kiwi in einem fahrenden Toaster gesehen und identifiziert.
Die Tat ist insofern besonders heimtückisch als das Frau K. den Detonationskörper von langer Hand geplant und getarnt als Sitzball im Ladies room (aka Hühnerstall) deponierte. …” ;-)

Hey Du alte Bombenlegerin ;) , da ist doch glatt die komplette Firma vom Stuhl gefallen, als es (angeblich Christian) Deinen Ball unter seinem Hintern gesprengt hat … man war das ein Schlag. Jetzt sieht der Ball aus wie zwei überdimensionale Badekappen :)

Mach’s gut,
Wolfgang

Ach und noch was – wir haben natürlich auch gewählt (siehe Foto). Leider wissen wir nicht, ob die Briefe noch rechtzeitig am Ort ihrer Bestimmung angekomen sind! Aber zwei Stimmen mehr oder weniger hätte wohl auch nichts mehr geändert.

Gigantischer Ausblick und Monsterbäume

Monday, September 12th, 2005

Der letzte Tag am Ninety Mile Beach begann fast wie der vorige. Das Joggen haben wir bleiben lassen, aber das Bad im Meer musste sein. Nachdem die ersten der Gruppe schon losgefahren sind haben wir sie dann nach dem Einpacken doch wieder recht schnell eingeholt, so dass wir wieder zu elft weitergefahren sind.

Auf dem Weg nach Süden ging es dann mit der Fähre über eine Bucht des Pazifiks, bevor wir an der anderen Seite dann ein uriges typsch britisches Kaffee heimsuchten. Zudem erreichten wir noch einen Aussichtspunkt, von welchem wir einen super Ausblick über weitere Sanddünen und Felsen im Wasser hatten.

Den letzten Stop für Fotos machten wir dann im Kauri-Wald. Hier steht der größte Kauri Neuseelands mit einem Stammdurchmesser von über 13 Metern. Der Baum (“Tane Mahuta”) ist ca. 2000 Jahre alt und spielt auch in der Geschichte der Maori eine bedeutende Rolle als lebensspendender Baum.

Auf der Fahrt Richtung Auckland meinten die beiden anderen Autos tatsächlich, dass sie sich noch etwas näher kommen mussten und so endete die Heimfahrt noch mit Blechschäden. Zur Beruhigung schlossen wir den Abend dann mit einer Runde Pizza ab.

Und nach den letzten schönen Tagen geht es jetzt leider wieder an die Uni. Aber immerhin ist unser Auto um 2000 km reicher und bis auf kleinere Probleme mit dem Tachometer fährt es problemlos.

Die Bilder gibt es unter Bilder vom Ausflug.

Am Ende der Welt

Saturday, September 10th, 2005

Morgens standen wir doch tatsächlich um 7:30 auf. Dann ging es direkt mit Michael zum Joggen an den Strand (die 90 Meilen haben wir leider nicht ganz geschafft) und anschließend ab ins Wasser. Die Anwohner haben etwas verständnislos geschaut, da das Wasser immer noch relativ kalt ist.

Nach dem Frühstück sind wir dann zu elft nach Cape Reinga gefahren. Das ist einer der nördlichsten Punkte Neuseelands und der Punkt, an dem der Pazifik und die Tasmanische See aufeinandertreffen. Hier gibt es beeindruckende Felsformationen und einen einsamen Leuchtturm. Zudem führt nur ein 20km langer unbefestigter Weg an den Ort. Und da es geregnet hat, war die Fahrt dorthin ziemlich spannend.

Weiter ging es an einen Strand direkt um die Ecke. Diesen Strand hatten wir komplett für uns und außerdem gab es gute Wellen, so dass dort dann die Bodyboards der Endless Summer Lodge zum Einsatz kamen.

Auf dem Rückweg zur Lodge sind wir zuerst noch an Sanddünen vorbeigefahren, die wir mit Bobs herunterfahren wollten. Aber leider hat uns der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Danach ging es zu einem Ausstellungsraum einer Kauri-Schreinerei.

Abends gab es dann einen Riesentopf Spagetti. Von den 2,5kg Spagetti sind dann auch 15 Leute satt geworden und es blieb sogar noch etwas fürs Frühstück über.

Ab gen Norden

Friday, September 9th, 2005

Nachdem Birgit morgens noch ein Treffen an der Uni hatte ging es so gegen 12 Uhr zu sechst los Richtung Norden. Nach vielen Pinkelpausen und insgesamt fast 5 Stunden Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht.

Die nächsten zwei Nächte wohnten wir in der Endless Summer Lodge direkt am Ninety Mile Beach. Dort lernten wir noch weitere Backpackers kennen, so dass die Gruppe für das gemeinsame Barbeque und den Abend auf dem Küchenboden noch anwuchs. ;-)

Gallerien und mehr

Thursday, September 8th, 2005

Nachdem wir die letzten Tage fast 400 Fotos gemacht haben gibt es natürlich auch eine kleine Auswahl im Netz. Unter Trip nach Rotorua und Ausflug nach Taupo gibt es die jeweiligen Bilder.

Der Bericht über den letzten Tag in Coromandel (samt Fotos) wird nachgereicht. Erstmal müssen wir nämlich weiter Neuseeland erkunden. Deswegen geht es morgen mit vier weiteren Studenten Richtung Ninety Mile Beach.

Am Strand die Füße verbrannt

Thursday, September 8th, 2005

Nachdem wir morgens direkt am Meer gefrühstückt hatten, ging es weiter in Richtung nächstem Strand. Hier gab es vor allem Muscheln zu bestaunen. Außerdem führt ein Weg zu einer weiteren Bucht, die sonst nicht per Auto oder ähnlichem zu erreichen ist.

Anschließend fuhren wir in die Tiefen des Coromandels. Zu Beginn stand ein Besuch des Hot Water Beachs an. An diesem Strand gibt es unterirdische thermische Aktivitäten, so dass man zum einen am Strand eine Fußbodenheizung hat und zum anderen nur etwas graben muss, bis einem das heiße Wasser um die Füße spült, bzw. man sich in einen heißen Pool setzen kann. Und wenn dann das kalte Meerwasser den Pool erreicht, ist die Erfrischung perfekt.

Weiter ging es in Richtung Cathedral Cove. Dies ist eine beeindruckende Felsküste am Coromandel. Leider sind wir nicht bis zum dort berühmten Felstor weitergelaufen, da es schon zu spät war. Aber wir werden definitiv noch einmal hinfahren, um dann auch das Felstor zu sehen.

Zum Abschluß wurde dann das Auto noch etwas getestet, indem es über eine der vielen nicht befestigten Straßen gejagt wurde. Und auf den ca. 30 Kilometern durch den Wald kamen uns nur ca. 5 Autos entgegen. Zurück in Auckland gab es dann nur noch langweilige Tätigkeiten wie Wäsche waschen und packen für den nächsten Tag.

Die Bilder findet Ihr unter Bilder vom Coromandel.

Wir haben uns getraut

Wednesday, September 7th, 2005

Die Nacht haben wir gut überstanden. Die Liegefläche ist sehr holprig aber dafür haben wir gut geschlafen. Leider hat es beim Aufwachen leicht geregnet. So haben wir uns mit Frühstücken Zeit gelassen und sind dann Richtung Taupo gefahren. Auf dem Weg nach Taupo haben wir zwei Stromschnellen des Waikato Rivers, eine Prawn Farm und eine weitere “termal area” angeschaut. Die erste Stromschnelle (Aratiatia Rapids) kann man nur 3 Mal täglich bestaunen, da nur zu bestimmten Zeiten die Schleusen eines zur Stromgewinnung errichteten Damms geöffnet werden. In der Prawn Fram werden tropische Garnelen gezüchtet. Die Becken werden mit Hilfe der Erdwärme geheizt. Man kann die kleinen feinen Tiere dort auch direkt verspeisen. Unser Reisegeldbeutel hat dies leider nicht zugelassen und unsere Fähigkeiten im Golfen sind leider nicht so gut als das sie gereicht hätten unser Mittagessen zu verdienen. In Taupo angekommen haben wir gemütlich direkt am See zu Mittag gegessen. Inzwischen war das Wetter besser und wir hatten einen tollen Blick auf den Tongariro National Park, den Lake Taupo und vom Himmel fallende Punkte. Daniels Wunsch folgend sind wir dann zum Flughafen gefahren.

Hier kommt seine Beschreibung der folgenden Ereignisse:
Nachdem wir am ersten Startpunkt noch Pech mit dem Termin gehabt hatten, gab es an der nächsten Möglichkeit schon keine Zeit mehr zum überlegen und so saß ich nicht allein, sondern mit Birgit im Flugzeug ;-) Und keine zwanzig Minuten später gehörten wir auch zu den vom Himmel fallenden Punkten, die wir kurz zuvor noch bewundert hatten. Wir rasten aus ca. 4000m Höhe mit etwa 250km/h gen Erde, bevor der Schirm aufging und wir die wundervolle Aussicht von oben weiter genießen konnten.

… Ich hatte mir ja zuvor fest vorgenommen mitzukommen, aber wenn ich viel Zeit zum Überlegen gehabt hätte, wer weiß wie ich mich am Ende entschieden hätte. Ich bereue die Entscheidung aber keines falls. Es war fantistisch. Schon der Flug auf die Absprunghöhe war hervorragend. Wir hatten einen super Blick auf den See und auf die schneebedeckten Berge des Nationalparks. Der freie Fall, der Flug am Gleitschrim und die Landung gingen dann super schnell vorbei und man hatte gar nicht genug Zeit sich alles in Ruhe aus der Luft anzuschauen. Es hat sich dennoch wirklich gelohnt und für alle die mehr sehen wollen müssen uns besuchen kommen oder warten bis wir wieder zurück sind – wir haben eine DVD mit Bildern vom Boden (leider nicht vom Flug selber).

Nach diesem einzigartigen Erlebnis haben wir uns wieder auf die Straße begeben und sind bis Maketu an die Küste gefahren. Dort haben wir auf einem Campingplatz direkt am Meer übernachtet. Außerdem haben wir einige Deutsche getroffen die mit Work & Travel in Neuseeland sind und dort gerade Kiwis sortieren.